7 Jahre Wachstum – Die Vision für den Pfeffergeist-Blog

Keinen Blog habe ich ja schon. – Das war der Gedanke, der meinen Blog nun endlich Wirklichkeit werden lässt. Ich bin seit 7 Jahren mit meinem Pfeffergeist als Beraterin, Coach und Texterin selbstständig. Ungefähr genauso lange denke ich jetzt über einen Blog nach. Der Entwürfe-Ordner könnte Euch Geschichten davon erzählen!

Könnte er. Tut er aber nicht. Dabei stimmt natürlich nicht, dass ich nur über meinen Blog nachgedacht habe. Den ersten Versuch startete ich direkt mit Beginn der Selbstständigkeit – super Zeitpunkt, kann ich sagen. In den Jahren danach nahm ich mehrfach Anlauf, aber mein geduldigstes To-do auf der Liste war immer der Blog.

Nicht mal Anna Koschinskis „28 Tage Content“ haben daran etwas geändert. (Was ganz sicher nicht an Annas Angebot lag, ich bin nächstes Jahr auf jeden Fall wieder dabei!) Nach den 28 Tagen hatte ich eine super überarbeitete Website, nur halt immer noch keinen Blog. Ich beschloss, es einfach zu lassen. Schließlich ging es bisher auch ohne Blog ganz gut und ob die Welt nun wirklich auf einen weiteren wartet?! Dieses Allzeit-To-Do von der ewigen Liste zu streichen, sollte sich also richtig gut anfühlen. Entspannung bringen. Erleichterung.

Ist ja manchmal so, wenn man sich endlich eingesteht, dass es nur ein schöner Traum war. Ich hatte auch Jahre nach der Uni immer noch die Idee zu promovieren und war unglaublich erleichtert, als ich mir irgendwann eingestand, dass ich das nicht mehr tun würde. Ich mochte zwar die Idee – das Bild von mir: forschend, schreibend, mit einem Stapel Bücher und allem – aber die eigentliche Arbeit, die ich da reinstecken müsste?! Ich war total froh, als ich endlich entschied, dass ich das lasse. Ich dachte, das sei beim Bloggen auch so.

War es aber nicht. Und so richtig klar wurde mir das bei meinem Jubiläums-Mittagessen in der Stadt. Genau dort saß ich vor 7 Jahren auch. Die kleinen Freuden der Selbstständigkeit: ein Mittagessen, ein Buch und ein ganz großes Gefühl von Freiheit.

Während ich also meinen Rückblick und die Meilensteine feierte, kam mir der Gedanke, dass ich schon einen ziemlich beeindruckenden Blog hätte, wenn ich vor sieben Jahren einfach drangeblieben wäre. Vermutlich wären da ein paar Artikel bei, die mir jetzt ein bisschen peinlich wären, einiges würde ich heute wohl anders schreiben. Vielleicht würden mich auch welche überraschen oder einfach freuen. Ich hätte sie in der Zwischenzeit überarbeiten können, damit sie weiterhin stimmen, hätte mein Schreiben geschult, den eigenen Stil geformt … So ging das ´ne Zeit – der Blues der ungeschriebenen Texte.

Das Wochenende zuvor war ich bei Gunther Schmidt und Bernhard Trenkle auf einem Seminar (große Empfehlung: es ging um Hypnosystemik – die beiden haben tolles Material auf YouTube® oder auch beim Auditorium Netzwerk, falls sich jemand einen Eindruck machen oder tiefer einsteigen will). Darin ging es unter anderem um Phänomene der Zeitverzerrung: Zum Beispiel wie eine lange Zeit sehr kurz sein kann und eine kurze Zeit sehr lang, je nachdem, ob etwa eine wichtige Deadline näherrückt oder man bei Wind und Wetter auf einen Zug wartet.

Eine Methode, die wir dort übten, war, mit seinem eigenen Ich in unterschiedlichen Zeiten Kontakt aufzunehmen. Also sein Ich in der Vergangenheit zu besuchen und mit ihm ins Gespräch zu gehen und ebenso in die Zukunft zu reisen, um mit dem künftigen Ich einen Plausch zu halten. Das kam mir bei meinem Mittagessen in den Sinn und ich fragte mein Vergangenheits-Ich, warum wir eigentlich nicht gebloggt haben. Die Liste der Gründe war ziemlich lang und mit Argumenten gespickt, die man kaum gelten lassen konnte. Ich fing an, sie zu entkräften und in gute Gründe fürs Bloggen umzuformulieren (das wird wohl ein eigener Beitrag).

Auch mit meinem Zukunfts-Ich ging ich ins Gespräch. Wir trafen uns in 7 Jahren – also 2032, verrückte Zahl oder?! – und besprachen zwei mögliche Zukünfte: Die eine, in der ich weiterhin nicht blogge – und es einfach weiter geht wie bisher. Und diese andere Zukunft, in der ich meinen Weg zum Bloggen gefunden habe und seit Jahren mehr oder weniger regelmäßig blogge. Mein Zukunfts-Ich feierte mich dafür, dass ich endlich angefangen habe und wir nun diesen wunderbaren Fundus an Texten auf dem Blog haben. Wie ich unterwegs meinen eigenen Stil fand, meine Stimme und immer mehr das schrieb, was ich auch selbst gerne lesen würde.

Mit diesen zwei Zukünften vor Augen, war die Entscheidung ziemlich einfach: Ich will einen Blog haben. Keinen habe ich ja schon. Ich will es zumindest ernsthaft probieren. Es lassen, kann ich ja jederzeit. Ihn haben nicht. Dafür muss ich ihn schreiben. So also der Entschluss. 

Und es kristallisierte sich noch etwas heraus: Ich werde den Blog komplett „zu Fuß“ schreiben – also keine KI, sondern ganz echte Texte. Wer weiß, wie viel es davon 2032 überhaupt noch geben wird?! Keine Ideensammlungen mit KI, keine Strukturierung oder Optimierung per KI. Ein komplett cleaner Blog. Das gilt auch für die Bilder. Mal sehen, wie viele es überhaupt werden, bin ja ein Textmensch.

So. Das ist der Plan. Und dies der erste Blog-Beitrag meines in sieben Jahren hoffentlich gut gefüllten Blogs.

Ich sage jetzt schon mal herzlichen Dank an mein Zukunfts-Ich: Ich hoffe, Du denkst daran, dies hier in sieben Jahren zu lesen. Lass Dir das Curry schmecken und viel Freude beim Rückblick!

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