Oh Tannenbaum

In der Grundschule führten wir zu Weihnachten ein Theaterstück auf: Das Tannenbäumchen Kümmerling. Es ging um einen kleinen Tannenbaum im Wald, der so gerne ein Weihnachtsbaum sein wollte. Da er aber so klein und kümmerlich war, wollte ihn niemand als Weihnachtsbaum haben. Der kleine Baum war untröstlich. Da beschlossen die Tiere im Wald, dem traurigen Bäumchen eine Freude zu machen und schmückten es zu Weihnachten so prächtig sie nur konnten.

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Schätze der Vergangenheit

Ein ausgepustetes Streichholz. Rauchkringel, die in die Luft steigen, sich auflösend mit dem Geruch des Tannengrüns und der Honigkerzen mischen. Ungefähr so riecht Weihnachten. Und es klingt nach dem Geraschel der Streichholzschachtel und dem Anreißen der Streichhölzer. Schließlich gab es einige Kerzen anzuzünden: Das Teelicht im Stövchen, die Kerze auf dem Tisch, die am Adventskranz und die auf der Fensterbank. Mindestens. Saßen wir in der guten Stube, kamen noch die Teelichte in den Häuschen aus dem Winterdorf auf den Fensterbänken dazu und die Minikerzen der kleinen Engel. In manchen Jahren gab es sogar echte Kerzen am Baum.

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Kleine Tradition

Eine ganz eigene, kleine Weihnachtstradition haben meine Ma und ich entwickelt, als ich die ersten Schritte ins Arbeitsleben versuchte. Alles begann mit einem Vorstellungsgespräch in Garmisch-Partenkirchen irgendwann Ende der 90er-Jahre. Ich frage mich noch heute, wie ich auf die Idee kam, mich dort in einem ganz traditionellen Hotel zu bewerben. Aber nun. Als ich dort im Gespräch saß, wurde mir auch klar, dass das wohl nicht so richtig gut passt.

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Nicht so lustig

Der heutige Schreibimpuls ist irgendwie eine harte Nuss: Es soll eine lustige oder unerwartet komische Situation sein, die uns als Familie an Weihnachten zusammengeschweißt hat. „Lustig“ und „unerwartet komisch“ sind nicht unbedingt die ersten Attribute, die mir zu meiner Familie einfallen. Und dann noch an Weihnachten? Ich fürchte, da bin ich blank.

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Der Duft von Mandarinen

In einem Training letztens habe ich gehört, dass es niemanden geben soll, der den Duft von Mandarinen nicht mag. Ob das wohl stimmt? Für mich (und vermutlich für viele andere) ist es einer der Gerüche, die eng mit Weihnachten verbunden sind. Wahrscheinlich weil ich mich recht streng an die Regel halte, sie erst ab dem Martinstag zu kaufen und bald nach Weihnachten wieder damit aufzuhören.

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Wunschzettel

Das mit den Wunschzetteln war bei uns zu Hause eine ganz pragmatische Sache. Man schrieb halt auf, was man sich wünschte und hoffte das Beste. Also in so einem Sinne, ein bis zwei Dinge von den gewünschten 20 zu bekommen. Hätte man nur die zwei, die man wirklich wirklich wollte, aufgeschrieben, wäre ja die Spannung fort gewesen.

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Schöne Geschenke

Bei den schönsten Geschenken bin ich schon wieder in der Kindheit und habe ein bestimmtes Weihnachten im Sinn. Da bekamen mein Bruder und ich beide die schönsten Geschenke überhaupt (und sogar ohne Streit, glaube ich). Seins war in meinen Augen jedenfalls unglaublich toll! Und ich die glücklichste Schwester, weil ich auch damit spielen durfte: Ein riesiges Spielzeugparkhaus mit mehreren Etagen, wo wir unsere Spielzeugautos parken und von einer Etage zur anderen über außenliegende Rampen fahren konnten. Zudem war unten neben der Parkhauseinfahrt eine Tankstelle eingebaut, komplett mit Waschanlage. Fand ich das toll! Die Bürsten ließen sich sogar richtig drehen und ich bin absolut überzeugt, dass unsere Autos hinterher wirklich glänzten.

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Weihnachtsbegleiter

Schwarzer Zylinder, roter Schal, ein dicker Bauch – bei uns war es kein Weihnachtsmann oder Nikolaus, der die Weihnachtszeit einläutete. Ein kleiner Schneemann war mein Begleiter im Advent. Wann er bei uns eingezogen ist, weiß ich nicht mehr, irgendwann war er da und seitdem nicht mehr wegzudenken. Wenn ich das Teelicht anzünden durfte, das ihn von innen leuchten ließ, war bald Weihnachten.

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Weihnachten schön machen

Der 5. Schreibimpuls fragt nach Menschen, die Weihnachten im letzten Jahr schön gemacht haben und bei denen man sich bedanken will.

Dazu fallen mir als erstes unsere Koordinatorinnen von der Hospizbewegung ein, die jedes Jahr eine so schöne und stimmungsvolle Weihnachtsfeier für uns Ehrenamtliche auf die Beine stellen. Mit so viel Liebe zum Detail – vom Programm über die Essensauswahl bis zur Gestaltung der Location und Weihnachtspräsente. Und das am Ende eines prall gefüllten Jahres, das sie überhaupt schon so engagiert und liebevoll beackert haben. Besonders in diesem Jahr, in dem der Verein das 30-jährige Jubiläum gefeiert hat. Da ist wirklich ein dickes Dankeschön angesagt.

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