Vorfreude

Hinter der Tür der Buchhandlung steht ein riesiger Golden Retriever. „Ach schade, geschlossen“, denke ich noch, während ich durchs Fenster die stöbernden Menschen beobachte. Es braucht einen Moment, bis ich checke, dass das nicht zusammenpasst. Ich öffne also beherzt die Tür, werde begeistert und schwanzwedelnd begrüßt. Nach ausführlicher Bekuschelung darf ich den Laden betreten.

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Let it snow

Es gab mal ein Weihnachten – vor langer, langer Zeit – da waren es in der Eifel -22 Grad und es lagen mindestens 20 cm Schnee. Davon wird in unserer Familie immer noch erzählt, und ich meine, es gäbe ein Foto von meinem Bruder als Baby, in eine dicke Decke eingemummelt auf dem Arm meiner Mutter. Mitten im Tiefschnee bei Oma im Garten. Was hab ich mir gewünscht, ich hätte das auch erlebt.

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Gutschein-Kunstwerke

Irgendwo auf Social Media habe ich vor Zeiten einen Sketch gesehen, in dem es irgendwie darum ging, dass Eltern all die Gutscheine einlösen, die sie jemals von ihren Kindern bekommen haben: fürs Abwaschen, Rasen mähen, Frühstück machen und so weiter.
Wäre meine Oma jemals auf diese Idee gekommen, hätte ich wahrscheinlich besser eine eigene Eisdiele aufgemacht.

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Schöne Erinnerungen für alle

„Was war oder ist an Deinem Weihnachten so schön, dass Du es jedem wünschst?“, das fragt Andrés Schreibimpuls heute. Und ich würde antworten: Der Schreib-Advent! Ich würde jedem so einen Schreib-Advent wünschen. Denn hätte man mich vorher gefragt, wie bei uns Weihnachten so war und ob ich Weihnachten als schön in Erinnerung habe, hätte ich wahrscheinlich „geht so“ gesagt.

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Bescherung

Da es bei uns weder die Geschichte vom Weihnachtsmann noch vom Christkind gab, die die Geschenke brachten, brauchte es keine Verkleidungen oder unbemerkte Geschenkelieferungen für die Bescherung. Trotzdem war es an Heiligabend aufregend genug. Bei Oma war die gute Stube sowieso besonders und für uns Kinder eigentlich tabu. Meistens war es dort auch furchtbar kalt, trotz der dicken Berberteppiche, die da lagen. Geheizt wurden die Räume nur, wenn sie auch genutzt wurden; in meiner Erinnerung war das fast nur an Weihnachten.

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Oh Du Fröhliche

Und noch ein Impuls, in dem Lieblingsweihnachtslieder vorkommen. Also nun gut. Die Weihnachtsmusik, die hier wohl am meisten läuft, hat uns ein Kunde beschert. Wir haben vor Jahren eine große Weihnachtsfeier begleitet. Ein Teil davon war das Einsingen eines Weihnachtslieds – wirklich coole Idee, wenn man eine musikalische Mannschaft hat. Und das hatten sie. Gesungen wurde „We wish you a Merry Christmas“ in der Version von Helene Fischer. Wir haben das Lied in der Vorbereitung x-mal gehört und es irgendwann nicht mehr aus dem Kopf bekommen.

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Oh Tannenbaum

In der Grundschule führten wir zu Weihnachten ein Theaterstück auf: Das Tannenbäumchen Kümmerling. Es ging um einen kleinen Tannenbaum im Wald, der so gerne ein Weihnachtsbaum sein wollte. Da er aber so klein und kümmerlich war, wollte ihn niemand als Weihnachtsbaum haben. Der kleine Baum war untröstlich. Da beschlossen die Tiere im Wald, dem traurigen Bäumchen eine Freude zu machen und schmückten es zu Weihnachten so prächtig sie nur konnten.

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Schätze der Vergangenheit

Ein ausgepustetes Streichholz. Rauchkringel, die in die Luft steigen, sich auflösend mit dem Geruch des Tannengrüns und der Honigkerzen mischen. Ungefähr so riecht Weihnachten. Und es klingt nach dem Geraschel der Streichholzschachtel und dem Anreißen der Streichhölzer. Schließlich gab es einige Kerzen anzuzünden: Das Teelicht im Stövchen, die Kerze auf dem Tisch, die am Adventskranz und die auf der Fensterbank. Mindestens. Saßen wir in der guten Stube, kamen noch die Teelichte in den Häuschen aus dem Winterdorf auf den Fensterbänken dazu und die Minikerzen der kleinen Engel. In manchen Jahren gab es sogar echte Kerzen am Baum.

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