Los jetzt, leg den Ratgeber weg

Besonders anfällig für Ratgeberliteratur bin ich, wenn ich eigentlich Freizeit hätte. Wie jetzt an Ostern. Wenn ich dann noch bei anderen mitbekomme, wie sie sich einer neuen Challenge stellen oder – wie in diesem Fall – sich kleine, spannende Experimente ausdenken, bin ich verloren.

Denn: Ich liebe Ratgeber. Und Strategien und Planung und Listen. Und darüber nachzudenken, welche Ziele und Aufgaben anstehen und auf welchen Wegen ich sie erreichen könnte. Ich folge all dem, was mir plausibel erscheint, gleiche das mit dem ab, was ich sowieso schon mache und freue mich über neue Impulse, eingängige Modelle und Grafiken und natürlich wenn ich hier und da ein paar Schritte voraus bin. Aber ach …

Das Weh kommt später. Nämlich dann, wenn ich mal wieder mehr Zeit mit dem Ratgeber verbringe, als mit dem, was ich eigentlich vorhatte. Damit, mir das System anzueignen, mir zu überlegen, wie es auf mich passen könnte oder auch was ich daran blöd finde und warum man das so nicht tun sollte. Es endet eigentlich immer damit, dass ich überlege, wie ich selbst so einen Ratgeber schreiben würde.

Und hier kommt dieser Ratgeber ins Spiel: „Tiny Experiments“ von Anne-Laure Le Cunff. Davon erzählte mir Isabell Schäfer in einem Call und das klang alles sehr cool. Sie schreibt darüber auch ganz spannend auf ihrem Blog. Im Gespräch bekam ich zum Beispiel eine Idee davon, wie ich meine eigene Weiterbildung weiter angehen könnte. Ein Thema, das mich schon seit einiger Zeit beschäftigt.

Die Idee: Mit kleinen Experimenten nach und nach große Wirkung entfalten. Es geht vor allem darum, mit Unsicherheit umzugehen und schnell und kontinuierlich ins Handeln zu kommen. Die Grundgedanken finde ich ganz passend:

  • sich in kleinen, machbaren Schritten auf den Weg zu machen
  • der Unsicherheit mit Neugier und Fragen begegnen
  • den Weg zu genießen, anstatt nur aufs Ziel zu setzen
  • der eigenen Energie zu folgen und gut für sich zu sorgen
  • achtsam für die richtige Zeit zu sein
  • die Augen offen und den Blick weit zu halten, um zu sehen, was der Weg sonst noch so zu bieten hat

Das klingt für mich so plausibel, dass ich das Buch zur Seite lege und mir ein Memo für die nächsten freien Zeiten schreibe (vielleicht ist das mein eigener Ratgeber):

Leg den Ratgeber weg und genieß das Leben! Entspann Dich und probier neue Dinge aus. Geh Risiken ein (überschaubare), mach Sachen, schreib darüber. Schreib an Deinen Geschichten, schreib am Blog. Triff Freunde, geh an die Luft. Mach etwas, das Dir Freude macht. Mach mehr davon. Mach das, was dran ist, Schritt für Schritt, Nuss für Nuss. Das ist der Plan. Das ist alles. Los jetzt!

2 Antworten auf „Los jetzt, leg den Ratgeber weg“

  1. Wunderbar, liebe Melanie,
    so machst Du das. Ratgeber weg und los geht`es. Entspannen ist das erste, eine prima Empfehlung.
    Ich bin gespannt auf Deine Geschichten über Dein Experiment.
    Alles Liebe und Gute dabei.
    Margaretha

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