Schokolade zum Frühstück

Impuls: Vor der Schule das Türchen öffnen

Ich war nie ein Kind, das morgens vor der Schule gefrühstückt hat. Das halte ich heute noch so: vor 11:00 Uhr esse ich nur in Ausnahmefällen. Und der ganze Dezember war früher so ein Ausnahmefall. Da hing dieser Adventskalender an der Wand, so ein ganz schlichter mit einem winterlichen Bild und innen Glöckchen, Tannenbäume und Schneemänner aus Schokolade. Der wurde natürlich direkt morgens nach dem Aufstehen geplündert.

Am liebsten mochte ich Kalendermotive mit Tieren, am besten im Wald. Wo man, wenn man genau hinsah, Eichhörnchen finden konnte und Hasen, die im Schnee spielen. Irgendwo standen immer Rehe und wenn man geduldig suchte, fand man auch die Eule in irgendeinem Baumwipfel. Solche Bilder mag ich heute noch, gerade ist ein Puzzle in Mache, das auch ein gutes Adventskalendermotiv hergeben würde.

Neben dem Schokoadventskalender hatten wir als Kinder auch immer einen selbstgemachten von Mutti. Den hatte sie selbstgebastelt – in meinem Fall: Eine Waldlandschaft mit Tieren. Die Türchen waren geschmückte Streichholzschachteln, die sich jedes Jahr wieder verwenden ließen. Ich glaube, letzte Überlebende habe ich noch in der Weihnachtskiste – das muss ich nachher glatt mal nachsehen.

Der Kalender wandelte sich mit den Jahren und bekam irgendwann Filztütchen. Und aus den einzelnen Toffifees oder Schokotäfelchen, die drinsteckten, wurden Puzzlestücke und Legosteine. Heute sind daraus Papiertütchen geworden, in denen Marmelade und Honigkerzen auf ihren Tag warten. Zum Teil selbstgefüllt, zum Teil – und ich gebe zu, zum großen – immer noch von Mutti gefüllt. Danke Ma!

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