Los jetzt, leg den Ratgeber weg

Besonders anfällig für Ratgeberliteratur bin ich, wenn ich eigentlich Freizeit hätte. Wie jetzt an Ostern. Wenn ich dann noch bei anderen mitbekomme, wie sie sich einer neuen Challenge stellen oder – wie in diesem Fall – sich kleine, spannende Experimente ausdenken, bin ich verloren.

Denn: Ich liebe Ratgeber. Und Strategien und Planung und Listen. Und darüber nachzudenken, welche Ziele und Aufgaben anstehen und auf welchen Wegen ich sie erreichen könnte. Ich folge all dem, was mir plausibel erscheint, gleiche das mit dem ab, was ich sowieso schon mache und freue mich über neue Impulse, eingängige Modelle und Grafiken und natürlich wenn ich hier und da ein paar Schritte voraus bin. Aber ach …

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Begegnungen über die Zeit

Das Buch, das ich gerade lese, ist ein Meisterwerk an Gleichzeitigkeit: „Treppe aus Papier“ von Henrik Szántó. Der erste Satz geht über mehr als drei Seiten, die Erzählperspektive ist ungewöhnlich: Das Haus erzählt. Es erinnert alle Bewohner*innen über die gesamte Zeit, seit seinem Bau. Es sieht ihre Geschichten sich gleichzeitig überlagernd, wobei immer klar ist, wo hier und jetzt ist. Sonst wäre man echt lost, es passiert viel Gegensätzliches über die Zeit.

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Vorfreude

Hinter der Tür der Buchhandlung steht ein riesiger Golden Retriever. „Ach schade, geschlossen“, denke ich noch, während ich durchs Fenster die stöbernden Menschen beobachte. Es braucht einen Moment, bis ich checke, dass das nicht zusammenpasst. Ich öffne also beherzt die Tür, werde begeistert und schwanzwedelnd begrüßt. Nach ausführlicher Bekuschelung darf ich den Laden betreten.

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