Das Frei und ich

„Bin sofort da. Wirklich. Nur noch einen Moment.“ – „Ja klar“, denke ich, „wie immer, mit diesem Frei. Das hat es schon so oft gesagt. Und dann?“ Es läuft vor mir her, schaut von Weitem rüber und ist es dann da, muss ich doch noch eben gerade was fertig machen. „Typisch“, denkt das Frei, „irgendwas ist ja immer.“

Wäre es eine Beziehung, würde ich sagen: Es ist kompliziert. Mit dem Frei und mir. Dabei mögen wir uns wirklich gern. Ich bin auch gar nicht so schlecht im Faulenzen und Nichtstun. – Nur leider eher dann, wenn eigentlich gut was zu tun ist. Aber nun. Vielleicht ist das so, wenn man selbstständig ist. Vielleicht passen das Frei und ich einfach nicht zusammen. Bevor das allerdings der Schluss ist, schaue ich lieber noch mal genauer hin und frage mich: Wann ist ein Frei ein Frei?

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Los jetzt, leg den Ratgeber weg

Besonders anfällig für Ratgeberliteratur bin ich, wenn ich eigentlich Freizeit hätte. Wie jetzt an Ostern. Wenn ich dann noch bei anderen mitbekomme, wie sie sich einer neuen Challenge stellen oder – wie in diesem Fall – sich kleine, spannende Experimente ausdenken, bin ich verloren.

Denn: Ich liebe Ratgeber. Und Strategien und Planung und Listen. Und darüber nachzudenken, welche Ziele und Aufgaben anstehen und auf welchen Wegen ich sie erreichen könnte. Ich folge all dem, was mir plausibel erscheint, gleiche das mit dem ab, was ich sowieso schon mache und freue mich über neue Impulse, eingängige Modelle und Grafiken und natürlich wenn ich hier und da ein paar Schritte voraus bin. Aber ach …

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Eine Stunde geschenkt

Was würdest Du tun, wenn Du eine Stunde mehr Zeit am Tag hättest? – Diese Frage stelle ich gerne zum Einstieg in meine Zeit- und Selbstmanagement-Seminare. Die häufigsten Antworten – übrigens egal ob ich Führungskräfte oder Auszubildende frage: schlafen, Freunde treffen, zocken, lesen und Sport. Okay, ich gebe zu, zocken sagen schon eher die Jüngeren. Aber sonst ähnelt sich das, was oft zu kurz kommt und hinten runterfällt. Ich nehme mich da keinesfalls aus.

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To-do-Listen-Inspektion

Aus irgendeinem Grund haben To-dos bei mir die Angewohnheit, sich übers Jahr zu vermehren. Das eine zieht das andere nach sich und bringt mich auf neue Ideen. Dazu kommt meine Listen-und Planungsfreude und so Phasen im Jahr, wo mich der organisatorische Ehrgeiz packt und ich versuche, alle erdenklichen To-dos zu listen, mit dem irrigen Gedanken, sie dann nach und nach abzuarbeiten – als ob nicht immer wieder Neues dazukäme.

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